„Flammenklang“: Es waren die Originalklänge von 16 Heißluftballonbrennern und deren studiotechnische Transformation – minutiös festgelegte Formen und freie Improvisationen, das Zusammenspiel von Flammen, künstlichem Licht, Tanz und experimentellem Chorgesang. Durch den Einsatz der Brenner fand Licht und Klang ein verbindendes Element. Fest in die Komposition des Weimarers Hans Tutschku integriert, schossen die Flammen zunächst als Feuerball in den Himmel, bevor sie sich in wilde, rote Fackeln verwandelten, die rhythmisch emporstiegen und alle Blicke auf sich zogen. Aus den roten Fackeln entstanden durch „Sauerstoffspritzen“ hellblau-orangene Säulen, das Fauchen wurde lauter, und auch der „Experimentalchor“ verfiel in aufgeregtes Schnalzen und Lamentieren. Das Spektakel kulminierte in einem langen Schwall aller 16 im Garten aufgestellten Brenner, deren Flammen nach dem Verstummen als kleine, helle Punkte zurückblieben.