Zwei Bilder bilden den Ausgangspunkt von Migration pétrée: ausschwärmende Steine und in Käfige gesperrte Vögel. Beide Metaphern dienen als Modelle für die Entwicklung von Energie und Intensität. Durch starke klangliche Transformationen bleiben die ursprünglichen Klänge von Steinen und Vögeln jedoch nur an wenigen Stellen erkennbar.
Wir begegnen der Energie der Steine – am Strand unter dem Gewicht von Schritten, vom feinen Rieseln kleiner Kiesel in der Hand bis hin zur Wucht herabstürzender Felsbrocken. Einige Steine haben sich „verirrt“ und ins Innere eines Klaviers gefunden, wo sie Klänge erzeugen, die als harmonisches Fundament der Komposition dienen.
Diese steinernen Energien treffen auf die Klänge Tausender Vögel, die in ihren Käfigen auf dem Marktplatz von Porto ausharren. Ihr lebendiger Ausdruck steht in starkem Kontrast zu ihrer Gefangenschaft: Sie erheben sich nur mühsam und verweben sich mit Steingruppen, die mit vogelartiger Leichtigkeit dahingleiten.