Winternacht nimmt Bezug auf mehrere Gedichte von Georg Trakl, dessen Werk im Laufe der Jahre unzählige Kammermusik- und elektroakustische Kompositionen inspiriert hat. Für dieses Stück habe ich Texte ausgewählt, die an seine Kindheit erinnern – diese Gedichte und Briefe treten jedoch nicht direkt in der Komposition hervor. Stattdessen vernehmen wir Dialoge zwischen den beiden Musikern, die von der Elektronik aufgefangen und transformiert werden.
Die elektroakustischen Klänge entstehen durch die Live-Bearbeitung von Klavier- und Schlagzeugsequenzen, die mit vorab erstellten Klangdateien kombiniert werden. Im Wesentlichen erweitert die elektroakustische Komponente die Gesten der Instrumentalisten, indem der Computer ihre Live-Spielenergie analysiert und so verschiedene Parameter der elektronischen Verarbeitung steuert.