Seit ich mit dem Komponieren begann, war die Poesie stets eine kraftvolle Inspirationsquelle für mich. Im Laufe der Jahre habe ich ein breites Spektrum an Werken geschaffen – von Kammeroper bis hin zu rein elektroakustischen Stücken – wobei ich häufig auf Texte von Georg Trakl und Karl Lubomirski zurückgriff. Besonders tief berührte mich Stefan Georges Gedicht „Fenster wo ich einst mit dir“, das mich dazu inspirierte, die komplexen Emotionen und Gedanken, die nach dem Verlust einer geliebten Person entstehen, musikalisch auszudrücken. Dieses Stück ist eine Reise, die von Enttäuschung und Wut über Unruhe führt und schließlich in eine Art positive Ausgeglichenheit mündet.