Seit 2012 hatte ich mehrfach die Gelegenheit, mit der französischen Cellistin Séverine Ballon zu arbeiten. Ihre feinsinnige Klangwahrnehmung und ihre experimentelle Neugier haben mich sofort inspiriert.
pressure-divided ist das Ergebnis unserer Begegnungen, in denen wir improvisierten, ein breites Spektrum an Klängen erforschten und die Wechselwirkungen zwischen instrumentalen Gesten und Live-Elektronik untersuchten.
Das Werk verdeutlicht, wie sich mentale Zustände unter Druck verändern, während wir versuchen, unsere eigenen Ideen und Ziele weiterzuverfolgen. Der Wunsch nach einer klaren, überschaubaren Struktur wird dabei immer wieder durch kontrastierende Elemente unterbrochen. In der zweiten Hälfte des Stücks entwickelt sich eine fragile Annäherung an einfachere musikalische Phrasen und ausgedehntere zeitliche Bögen.
Der Titel verweist sowohl auf die beiden gegensätzlichen Klangwelten – Instrument und Elektronik – als auch auf die formale Struktur der Komposition.