résorption-coupure vereint synthetische Klänge, die durch physikalische Modellierung erzeugt wurden, mit Feldaufnahmen aus verschiedenen asiatischen Kulturen. Die synthetischen Klänge entstanden mit dem Programm Genesis/ACROE, das das physikalische Verhalten schwingender Objekte simuliert und ihre natürlichen Grenzen überschreitet. So konnte ich virtuelle Klangobjekte erschaffen, die in der realen Welt nicht existieren könnten.
Die Komposition bewegt sich zwischen zwei gegensätzlichen zeitlichen Prinzipien: Kontinuität und Unterbrechung. Im Verlauf des Stücks wird das Schneiden selbst zu einem fließenden Prozess. Die asiatischen Aufnahmen dienen dabei nicht als anekdotische oder kulturelle Referenzen, sondern wurden aufgrund ihrer räumlichen und energetischen Qualitäten ausgewählt, die sie in Beziehung zu den synthetischen Klängen setzen. Letztere entstanden im Rahmen eines Workshops zur physikalischen Modellierung am ZKM Karlsruhe, die abschließende Komposition wurde im Klang Projekte Studio in Weimar realisiert.