Analoge und digitale Synthesizer

Geschichte und praktische Anwendung grundlegender und fortgeschrittener Synthesekonzepte

Modulare Synthesizer haben die Musikproduktion seit den 1960er Jahren revolutioniert. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Modelle entwickelt. Dieser sechstägige Workshop wird sich teilweise mit der Geschichte modularer Synthesizer befassen, konzentriert sich jedoch hauptsächlich auf die Nutzung des digitalen Klons VCV Rack, um die Grundlagen der Klangsynthese zu vermitteln. Die Teilnehmenden lernen die Prinzipien des Patchings mit Oszillatoren, Filtern, Hüllkurvengeneratoren und anderen Modulen kennen, um grundlegende Klangproduktions-Patches zu erstellen. Darauf aufbauend entwickeln wir eine komplexere Improvisationsumgebung mit mehreren Klangebene und Echtzeit-Parametersteuerung. Das Abschlussprojekt ist eine Live-Improvisation mit dem selbst erstellten virtuellen Synthesizer.

Die Teilnehmenden werden mit nur wenigen digitalen Werkzeugen ein tiefgehendes Verständnis der Klangsynthese erlangen. Am Ende des Workshops haben sie ihre eigene Synthesizer-Umgebung entwickelt und können damit improvisieren. Kritisches Zuhören und kontinuierliches Feedback während der Woche fördern die Risikobereitschaft und stärken das Vertrauen in die künstlerischen und technischen Fähigkeiten der Teilnehmenden.

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Lecture 01
Grundbausteine der Klangsynthese, Einführung in die VCV Rack-Umgebung, Erstellung eines Benutzerkontos, Herunterladen von Bibliotheken
Praktische Arbeit: Mit den ersten Einführungspatches die Umgebung kennenlernen. Ein einfaches Patch mit VCO, LFO und VCF erstellen

Lecture 02
Geschichte der Klangsynthese, Überblick über Modultypen
Praktische Arbeit: Die verbleibenden Einführungspatches nutzen, um Gates, Trigger usw. zu verstehen

Lecture 03
Komplexe Oszillatoren: Tidal und Macro Oscillators
Praktische Arbeit: eine sich entwickelnde Klangtextur mit diesen beiden Oszillatoren erstellen, LFN und einen langsamen LFO verwenden, um Mikro- und Makrozeit zu formen

Lecture 04
Komplexe Oszillatoren: Textursynthese, Granulare Synthese
Praktische Arbeit: die sich entwickelnde Klangtextur mit diesen beiden Oszillatoren erweitern, erneut LFN und einen langsamen LFO verwenden, um Mikro- und Makrozeit zu formen

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Lecture 05
Sequencer und Clocks, Mixer
Praktische Arbeit: traditionelle und stochastische Sequencer nutzen, um Klangtexturen zu steuern, Klänge mit Mixern kombinieren

Lecture 06
Mixer mit Sends, Reverb und kontrollierten Sends zu Effekten
Praktische Arbeit: Effekte einbinden

Lecture 07
Klangorganisation in Schichten, Stummschaltung ungenutzter Spuren, MIDI-Steuerung, Mehrfachzuweisung von Parametern
Praktische Arbeit: Schichten einem externen MIDI-Controller zuweisen, das Instrument in ein spielbares Patch umstrukturieren

Lecture 08
Intermodulation, Polyphonie, Delay-Feedback, Audio-Feedback
Praktische Arbeit: Instrumente erweitern, um polyphone Stimmen zu erzeugen

Lecture 09
Einführung in meine persönliche Improvisationsumgebung
Praktische Arbeit: die eigene Improvisationsumgebung finalisieren und einen Plan für ein dreiminütiges Stück skizzieren, eine Performance einüben

Lecture 10
Erweiterung der Arbeitsumgebung durch Sound-Sends an eine DAW, Automatisierung der Parametersteuerung
Praktische Arbeit: mit dem Blackhole-Soundtreiber den Klang in Reaper senden und verstehen, wie man in der DAW die Klangsteuerung automatisiert, um über die Improvisation hinaus zu komponieren

 

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Letzter Workshoptag
Präsentationen, Kritik und abschließende Diskussion

wired up für zwei analoge Serge-Synthesizer

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Einfacher patch mit dem Synthi A, EMS

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