Similis ist die letzte Komposition einer Trilogie, die alle die Idee des Rituals erforschen, ohne ein bestehendes nachzubilden. Jedes Stück spielt mit der Gleichzeitigkeit sehr unterschiedlicher Klangphänomene, die sich zu einer imaginären Zeremonie vereinen.
In rojo bestanden die Klangquellen aus Aufnahmen und klanglichen Erinnerungen – hauptsächlich Stimmen – von verschiedenen Reisen der letzten Jahre. In object-obstacle stammten die Klänge überwiegend von selbstgebauten Resonatoren, aufgenommen mit Kontaktmikrofonen.
Mit Similis werden diese beiden kontrastierenden Klangwelten – der menschliche, stimmenahe Bereich und das technische, instrumentenähnliche Spektrum – miteinander verbunden und in einen Dialog der Gegensätze geführt.