Erzähle eine persönliche Geschichte mit Klängen

Mehrtägiger Workshop über den kreativen Einsatz von Klang

Dieser Workshop regt die Kreativität an, indem er die Teilnehmenden in eine völlig neue Ausdruckswelt eintauchen lässt.
Auch diejenigen mit einer musikalischen Ausbildung entdecken eine ungewohnte und eigenständige Form künstlerischer Gestaltung.
Alle beginnen bei null, nähern sich dem Prozess mit einem offenen Geist und lassen vorgefasste Vorstellungen hinter sich.

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Durch die Erstellung einer persönlichen Klanggeschichte entdecken die Teilnehmenden neue Formen der Kommunikation und des Ausdrucks von Ideen. Die Wahrnehmung von Klang sowie sein kreativer Einsatz stehen im Mittelpunkt unserer Diskussionen. Wir lernen, Klänge gezielt zu formen, um bestimmte Ideen auszudrücken.

Jede*r Studierende schreibt eine eigene Kurzgeschichte als Drehbuch. Dabei liegt der Fokus nicht auf visuellen Aspekten, sondern auf der klanglichen Beschreibung der Szene – mit Adjektiven, die die Klangumgebung und ihre Qualitäten genau erfassen.

Alle arbeiten mit Laptops und Kopfhörern. Zur Audiobearbeitung verwenden wir Reaper für Mehrkanal-Editing sowie Twisted Wave (Mac) oder Audacity (Mac/PC).
Jedes Studierenden-Team (2 Personen) benötigt einen tragbaren Zoom H4-Recorder (oder ein ähnliches Aufnahmegerät mit guter Qualität), eine SD-Karte und einen SD-Kartenleser.

Session 1
Was ist ein Klang?
Was ist eine Geschichte?
Was ist ein klingendes Bild?
Was stellen wir uns vor, wenn wir einen Klang hören?
Hörspiele
Einführung in das tragbare Aufnahmegerät.

Session 2
Energiemodelle.
Der Einsatz des Mikrofons als Instrument.
Erstellung einer Klangsequenz vor dem Mikrofon.

Homework
Die Studierenden bilden Zweiergruppen. Jede*r nutzt ein tragbares Aufnahmegerät und erstellt zwei kontrastierende Klangsequenzen, um zwei bestimmte Energiemodelle darzustellen. Diese Sequenzen sollen zusätzlich auf dem Laptop und einem USB-Stick gespeichert werden.

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Session 3
Anhören aller Energiesequenzen und Diskussion.
Der Faktor Geheimnis.
Einführung in Twisted Wave und Reaper.

Homework
Bilden Sie ein neues Zweierteam mit einer anderen Person aus der Gruppe. Nehmen Sie zwei Energiesequenzen erneut auf.

Session 4
Anhören aller Energiesequenzen und Diskussion.
Bearbeitung: Schnitt, Umkehrung, Lautstärke, Panorama.
Kombination zweier Klangquellen zu einer Sequenz.
Importieren und Bearbeiten der Energiesequenzen in Reaper.
Einführung in das Schreiben einer Klanggeschichte.
Bildung der finalen Arbeitsduos.

Session 5
Praktische Gruppenaufnahme-Session.

Homework
Jede Gruppe schreibt eine Klanggeschichte – nicht länger als eine 1/2 Seite.
Ladet eure Klanggeschichte auf den Klassenblog / das gemeinsame Laufwerk hoch.
Jede*r liest vor der nächsten Sitzung alle Klanggeschichten. Wählt eure Lieblingsgeschichte aus und bereitet euch darauf vor zu erklären, WARUM ihr sie für einen vielversprechenden Ausgangspunkt für ein Klangstück haltet.
Sammelt Klänge aus eurer Umgebung, die als räumliche Elemente für eure Klanggeschichte dienen sollen. Bereitet sie auf und klassifiziert sie als Kontextklänge oder Elementklänge. Sie sollten als gebrauchsfertige Samples vorliegen. Wählt eure Lieblingsklänge aus diesen Aufnahmen aus und bereitet euch darauf vor zu erklären, warum ihr sie mögt und wie sie sich auf eure Klanggeschichte beziehen.

Session 6
Diskussion über die Klanggeschichten.
Anhören der bevorzugten Umweltklänge.
Gemeinsamer Beginn der Gestaltung einer Klanggeschichte.

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Session 7
Kontinuierliche und Umgebungsgeräusche.
Diskrete Klänge als Erinnerungsmarker.
Artikulationen.
Überlagerung von Umgebungsgeräuschen mit diskreten Elementen zur Erzeugung von Handlung und Narration.

Homework
Jede Gruppe erstellt einen ersten Entwurf der Klanggeschichten.

Session 8
Anhören aller Klanggeschichten und Diskussion.
Praktischer Workshop zur Integration des Feedbacks aus der Klasse.

Homework
Finalisiert eure Klanggeschichte.

Session 9
Anhören aller Klanggeschichten und Gruppendiskussion.

Die Struktur und Dauer des Workshops können an die Bedürfnisse der gastgebenden Institution angepasst werden.
Es sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.