Cinq espaces du crépuscule

für Orgel und Live-Elektronik
Year: 2004
Duration: 20:00 min
Studio: Klang Projekte Weimar
Date of first performance: August 5, 2004
By: Michael von Hintzenstern and Hans Tutschku
Place: Universitätskirche Wien

In cinq espaces du crépuscule (fünf Räume der Dämmerung) entfaltet sich der Klang der Späth-Orgel der Wiener Universitätskirche im wahrsten Sinne des Wortes "ent-faltet". Einige Tage vor der Orgelweihe verweilten Hans Tutschku und Michael von Hintzenstern nachts in der Wiener Jesuitenkirche, um die besonderen klanglichen Möglichkeiten des neuen Instruments zu erkunden. Dabei erlebten sie in beeindruckender Unmittelbarkeit die wiederbelebte Klangwelt des französischen Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll, der die Orgellandschaft Frankreichs im 19. Jahrhundert nachhaltig prägte. In ihren "Orgelconferenzen" entlockten sie dem zauberhaften Instrument eine Fülle außergewöhnlicher Klänge des 21. Jahrhunderts, die aufgezeichnet und im Studio weiterverarbeitet wurden. Dabei entstand auch eine Verbindung zwischen dem französischen Orgelklang und dem der Peternellorgel in Denstedt bei Weimar, an der 1860 Franz Liszt experimentierte. Die Live-Elektronik transformiert den Originalklang der Orgel und verbindet ihn zudem mit aufgezeichneten und vorkomponierten Schichten. Das Werk ist in fünf Abschnitte gegliedert, die eine formale Struktur für Improvisation zwischen Orgel und Elektronik bietet.

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